2 Kommentare

  1. Ich finde den Beitrag sehr berührend und schön, denn er trifft bei mir gerade genau den Zahn der Zeit – oder sollte ich sagen, das Loch im Zahn. – Ich habe mir aktuell 2 Monate unbezahlten Urlaub genommen, um Abstand zu gewinnen, Zukunft und Kreativität zu entwickeln. – Irgendwann steckt man in seinem Alltag, auch im Beruf, der viel davon ausmacht und vergisst, dass man mit 14 noch Grafikerin werden wollte… oder mit 17 Gemälde restaurieren… oder mit 12 Bücher schreiben… mit 21 die Welt retten… Man ist wie eine Kugel in eine Vertiefung auf dem Spielbrett gerollt und vergisst, dass man eigentlich gar nicht so sehr darauf angewiesen ist, von außen angestoßen zu werden, um in die nächste Rille zu hüpfen oder eine weitere Bahn zu finden. Ich fände es schön, wenn diese Art von produktivem Innehalten (was in 2 Wochen Normalurlaub gar nicht möglich ist) salonreifer würde. Letztlich würde es die Lebens (und Arbeite-)qualität steigern und etwas verhindern, dass der Hauptgedanke sterbender älterer Menschen oft ist „Ich habe zu wenig das gemacht, das mir wichtig war.“ – Ich arbeite normalerweise täglich mit Menschen, Schicksalen, Ängsten, Gedanken, Wünschen, Vorwürfen und Enttäuschungen. Es wäre schön, wenn die Verantwortung für uns selbst auch die Verantwortung für unser Glück und unsere Lebens- und Genussfähigkeit einschlösse. Unser Spielbrett wäre viel lebendiger und organischer. – Vielen Dank fürs Teilen!

  2. Hallo Shelynx, danke für deinen Beitrag! Da kann ich dir nur Recht geben. Toll, dass du dir einfach 2 Monate Urlaub genommen hast, um auf die Dinge mit Abstand sehen zu können. Leider ist eine solche Auszeit für sich selbst oder eine Reduzierung der Arbeit meistens die Ausnahme und wird teilweise sogar gesellschaftlich belächelt. Für jeden, der mit dem Gedanken spielt: Einfach machen :)

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